Archive | Berufliches RSS feed for this section

Mein zweiter erster Tag

3 Aug

Heute bekann also mein erstes Praktikum für den praktischen Teil der Fachhochschulreife.

Aufgeregt war ich nicht. In dem Kindergarten habe ich vorher schon 8 Wochen Praktikium gemacht, sodass mich alle kannten und ich alle Abläuft etc. schon kannte.

Mit dem Aufstehen tat ich mich gewohnt schwer, weswegen ich mich auch – mal wieder – beeilen musste. Naja, halb so wild.

Ich fuhr dann um 7:35 los. Als ich ankam, war ich überrascht. Wenig Autos da, keine Kollegin zu sehen. Komisch!

Um 7:50 füllte sich langsam das Mitarbeiterzimmer und ich beruhigte mich.

Alles war beim Alten geblieben, ich hatte meine alten Kollegen, meine alte Gruppe und meine alten Kinder. Mit ein paar Ausnahmen. Ein paar der Kinder waren das letzte mal im Kindergarten und werden jetzt Donnerstag in die große Welt der Grundschule entlassen.

Wir bekamen 5 neue Kinder. Ein paar kannten den Kindergarten schon. Sie sind Geschwister von denen, die jetzt zur Schule kommen. Die Anderen waren ein bisschen schüchtern und haben teils geweint. Aber nach kurzem Ablenken und Eingewöhnung lief das auch alles von der Hand.

Anders, als bei meinem freiwilligen Praktikum in der Vergangenheit, sollte ich jetzt mehr die “s0zial-pädagogische Schiene” fahren, beobachten und angemessen handeln. Ich soll so viel wie möglich lernen und mitnehmen. Find ich gut!

“Beobachten ist mit der wichtigste Bestandteil in dieser Berufssparte”, sagte sie. “Nur so kann man sich auf jedes Kind einzeln einstellen und gezielt Lösungen erarbeiten!”

Als wir dann draußen waren, beauftragte sie mich, einmal einen Jungen, Niklas (Name geändert :P) zu beobachten und ihr zu sagen, was ich bemerkte.

Ich war erstmal baff, so ins kalte Wasser geworfen zu werden. Aber nach einer Zeit wusste ich, was sie meinte.

Als ich ihn beobachtete, erkannte ich immer mehr Verhaltensweisen und Gestiken, die mir sonst so gar nicht als Ungewöhnlich aufgefallen werden.

Ist schon etwas anderes, im Vergleich zum Praktikum davor, aber es macht Spaß und ich habe heute schon so viel Neues gelernt!

Ich freu mich total :).

Post vom Amt fuer Justiz – WTF?

30 Jun

Ein bisschen Schiss hatte ich ja schon, als ich gestern einen grünen Briefumschlag, an mich adressiert, in der Post sah. Ich suchte hektisch einen Brieföffner öffnete den Brief, zugegeben, mit zitternden Händen.

Viele Gedanken gingen mir durch den Kopf: “Bist du geblitzt worden? Nee, oder? Hast jemand umgefahren? Oder wurdest du angezeigt, weil du mit Julian nach dem deutschen Sieg gegen Ghana noch bis nachts um 2 Super-Böller I aus dem fahrenden Auto geworfen hast? Aber dann wär der Brief ja nicht an dich adressiert, bist ja nicht gefahren. Mach einfach auf.”

Die Aufregung legte sich, als ich sah, was mir das Bundesamt für Justiz da zusendete. Es war das am Donnerstagnachmittag beantragte Führungszeugnis.

Wofür brauche ich ein Führungszeugnis? Berechtigte Frage. Weiterlesen ;).

Um das zu erklären, hol ich ein bisschen aus.

Ich geh ab nächstem Schuljahr auf die BBS2 in Delmenhorst. Genauer zur Fachoberschule für Sozialwesen. Die Schule geht über 2 Jahre und am Ende, nach etlichen Prüfungen, hat man dann seine Fachhochschulreife.
Berechtigt, wie der Name annehmen lässt, zum Studieren an einer Hochschule.

Das erste Jahr hat es in sich. Um versetzt zu werden darf man maximal 2 x 5 oder 1 x 6 auf dem Zeugnis haben darf. Und, was viel wichtiger ist, es müssen 960 Stunden abgeleistete Arbeit in 3 Praktika nachgewiesen werden.

Die Praktika sollen nach folgendem Plan abgeleistet werden:

  • Pflegerisches Praktikum ( z. B. Krankenhaus, Altenheim, ambulante Pflege, heilpädagogische Einrichtungen oder Behinderteneinrichtungen, Dementenbetreuung), Umfang 360 Stunden
  • Sozialpädagogisches Praktikum ( z. B. Kinder- und Jugendheime, Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen, Jugendverbände, Jugendbildungseinrichtungen, Ferienfreizeit, Jugendamt, Beratungsstellen), Umfang 360 Stunden
  • Vorschulische Einrichtungen, Umfang 240 Stunden.

Um überhaupt auf der Schule aufgenommen zu werden, war ein ausgefüllter und unterschriebener Praktikumsvertrag nötig.

Kein Problem für mich. Zu der Zeit, als ich mich beworben habe, war ich in einem freiwilligen (wg. Arbeitslosigkeit :D) Praktikum.

Arbeitslos klingt so Schmarotzer.

Ich habe, nachdem ich 2008 die Höhere Handelsschule besucht habe, eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten angefangen, aber wieder abgebrochen, da ich mich umorientieren wollte.

Seit dem habe ich halt nicht wirklich was gemacht, habe die Zeit mit Praktika totgeschlagen. Ja, nicht cool.

Naja, zurück zur Geschichte.

Zu der Zeit war ich halt in einem Praktikum in meinem alten Kindergarten. Mir gefiel es dort so gut, dass ich direkt fragte, ob ich denn auch in der Schulzeit ein Praktikum machen könnte – dies wurde bejaht. Super. Eine Sorge weniger.

Nach meinem Praktikum bekam ich von der Leitung ein himmlisches Empfehlungsschreiben und stellte mich bei einem anderen Kindergarten vor. Ich bekam sofort einen Platz.

Die 7 Wochen, die ich dort beschäftigt war, gefielen mir wiederum so viel besser, dass ich beschloss, dort mein Praktikum zu machen. Kein Problem.

Ich bräuchte nur den Blanko-Praktikumsvertrag und ein polizeiliches Führungszeugnis. Wegen der, in der Vergangenheit begangenen, Missbräuche, hieß es.

Ein Führungszeugnis kann jeder beantragen, der das 14. Lebensjahr vollendet hat, sowie im Besitz eines gültigen Passes ist.
Dann geht man zum Bürgerbüro der Stadt, löhnt 13 Euro und wartet 1-2 Wochen.

Otto-Normalverbraucher bräuchten es nicht. aber es macht sich sicherlich nicht schlecht in einer Bewerbung oder Ähnlichem, wenn “keine Eintragung” drunter steht.

Lange Rede – kurzer Sinn gestern war es in der Post – ohne Eintragung. Beim Kindergarten abgegeben und den unterschriebenen Vertrag mitbekommen.

Astrein, yeah!